We lock the sun into a house of concrete
im Ramen von Anfang gut.Alles gut.
Kunsthaus Bregenz

Im ersten Akt der Oper verkündet einer der beiden futuristischen Kraftmenschen „Sonne du hast Leidenschaften geboren. (...) Wir werden Dich mit staubiger Decke bedecken. Wir werden Dich in ein Haus von Beton einsperren.“ Katrin Mayer und Heiko Karn nehmen dieses Bild zum Ausgangspunkt, um darin angelegte utopische Versprechen auf materieller und motivischer Ebene historisch zu untersuchen. Tendenzen zur Geometrisierung der Bauformen in unterschiedlichen Revolutionszeiten, Entwürfe in Kugelform (von Leonidov, Ledoux u.a.) sowie Bilder von so genannten „Sound Mirrors“ (Betonreflektoren als Vorform von Radar) treten in ihrer Installation mit der Kunsthaus-Architektur in Dialog. Die Display-Paneele, die mit schwarz lackierter Rauhfaser-Tapete verkleidet wurden, kommentieren das seit den 20er Jahren immer weiter normierte modernistische Versprechen auf neues Wohnen und führen diejenige Tapete die zum Sinnbild der Übergangs dieses Versprechens in kleinbürgerliche Interieurs wurde in ihrer Funktion ad absurd#um. Es sind diese Figuren des geschichtlichen Funktions-und Wahrnehmungswandels, die hier im Material, sowie in den Oberflächenstrukturen und deren installativem Zusammenhang beschrieben werden. Figuren, in denen sich neu entstehende Narrationen einer vergegenwärtigten Geschichte abzeichnen, in denen die Formen selbst historisch unbeachtete Koalitionen bilden.

Materialien:
Spanplatten, Rauhfasertapete, Lackfarbe, teilweise
bedruckte Spiegelfolien (A4)

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